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Die 5 häufigsten Fehler bei der Planung einer Solaranlage

FELIX GOLDBACH
05. November 2022
SOLARANLAGE
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Ihr seid von der Idee begeistert, Solarenergie über eine PV-Anlage auf dem Dach zu gewinnen und damit eure Elektrogeräte zu versorgen? Dann will dieses Vorhaben gut durchdacht sein, damit ihr eure Solaranlage am Ende auch gewinnbringend nutzen könnt. Welche häufigen Fehler mir in der Vergangenheit bei der Planung einer PV-Anlage begegnet sind, habe ich euch im folgenden Blogbeitrag zusammengefasst.

Fehler 1: Gar keine PV-Anlage bauen!

Einige Eigenheimbesitzer schrecken noch immer vor dem Bau einer Solaranlage zurück, weil sie den Aufwand dahinter scheuen. Es muss eine Fachfirma für die Installation der Module gefunden, Anträge gestellt und steuerliche Aspekte berücksichtigt werden. Aus diesen Gründen keine Solaranlage zu bauen, ist der größte Fehler, den ihr machen könnt. Die PV-Anlage ist ein sicherer Weg für die nächsten 20 bis 30 Jahre, günstig Strom zu produzieren. Wer die Dachfläche nicht nutzt, verschenkt wertvolle Kapazitäten!

Ein Beispiel: Wärmepumpen

Wir können heute schon mit 1 kW/h Strom ca. 4 bis 5 kW/h Wärme mit hocheffizienten Wärmepumpen erzeugen. Dank eines Stromspeichers kann die Pumpe dann betrieben werden, wenn Wärme gebraucht wird. Da elektrische Wärmepumpen aber mit Strom betrieben werden, wird sich auch dein Stromverbrauch erhöhen.

Zusammenfassung:
Eure eigene Solaranlage sichert euch die Stromversorgung für die Zukunft und hat sogar eine eigene Rendite. Daher ist es keine Option, keine Solaranlage zu bauen.

Fehler 2: Die Solaranlage zu klein bauen

Zu den häufigsten Fehlern gehört es, am falschen Ende zu sparen und zu wenig Solarmodule auf das Dach zu bauen. Im Idealfall nutzt ihr immer die volle Dachfläche für die PV-Module aus. Selbst wenn ihr heute noch euren Bedarf mit weniger Modulen decken könnt, wird dieser Bedarf weiter steigen. Ihr braucht perspektivisch vielleicht Strom für ein oder mehrere E-Autos, die im Handel immer günstiger werden. Auch Wärmepumpen, die alte Öl- oder Gasheizungen ersetzen, benötigen Strom. Selbst produzierten Strom nutzt ihr für Wärme, E-Mobilität und sämtliche E-Geräte im Haushalt.

Zusammenfassung:
Baut eure Solaranlage so groß wie möglich! Selbst dann, wenn ihr im Winter zusätzlich Strom aus dem Netz beziehen müsst, rechnet sich eine große PV-Anlage über das Jahr.

Fehler 3: Die falsche Technik verbauen

Für die Solaranlage stehen unterschiedliche Technologien zur Auswahl. Umso wichtiger ist es, vorab einige Überlegungen zu machen, wie genau ihr den selbst erzeugten Strom nutzen möchtet.

  1. Benötige ich String-Wechselrichter, um mehrere Solarmodule zusammenzuschalten?
  2. Sind Optimierer an den Modulen z.B. im Falle einer Verschattung sinnvoll?
  3. Welchen Umfang soll eine eventuelle Notstromtechnik haben?
  4. Kann ich eine Wallbox oder andere Verbraucher bzw. Erzeuger wie einen Heizstab mit in die Technik integrieren?

Zusammenfassung:
Überlegt euch vor dem Bau der Solaranlage, für was ihr den Strom nutzen wollt und mit welchen Vorrichtungen in eurem Haushalt das System kompatibel sein muss. Dadurch erspart ihr euch im Nachhinein teure Fehler.

Fehler 4: Auf eine schlechte Qualität setzen

Wer beim Kauf der Solarmodule nicht auf Qualität setzt, hat am Ende das Nachsehen. Auch wenn die meisten Hersteller heute schon sehr gute Solarmodule produzieren, gibt es immer noch Module in minderwertiger Qualität auf dem Markt. Legt vorab ein Budget fest und prüft die Effizienz des Wechselrichters, schaut auf das Schwachlichtverhalten der Module und auch der Installateur sollte gut ausgewählt sein. Hat der Installateur bereits Erfahrung mit dem Bau von PV-Anlagen, welche Referenzen hat er und kann er euch gut beraten?

Zusammenfassung:
Achtet beim Kauf der Solaranlage auf die Qualität der Module und Wechselrichter und vermeidet billiges Material – auch bei den Gestellen. Gute Gestelle sind beispielsweise von K2 oder Lorenz zu finden.

Fehler 5: Den falschen Installateur wählen

Achtet bei der Wahl des Installateurs auf dessen Erfahrung, seine Referenzen und auch euer Bauchgefühl. Oftmals zeigen sich gute und verlässliche Installateure transparent auf ihrer Internetseite mit ihren Referenzen. Fahrt im Zweifel zu den Häusern und seht euch die installierten Anlagen an. Schlechte Installationen erkennt ihr beispielsweise daran, dass die Dachhaken zu dicht gesetzt sind, die Dachpfannen dadurch kaputtgehen und es zu einem Wasserschaden kommt. Auch zu kurze und auf Spannung gesetzte Kabel sind Anzeichen einer fehlerhaften Installation.

Insbesondere dann, wenn ihr bereits konkrete Vorstellungen habt, welche PV-Anlage für euch infrage kommt, prüft vorab, ob der Installateur diese überhaupt in seinem Angebot hat. Die meisten Firmen haben eine bevorzugte Auswahl an Speichern, die sie am liebsten verbauen. Hier solltet ihr ins Gespräch kommen und erfragen, ob auch euer ausgewähltes System dazugehört. Schlussendlich solltet Ihr bei eurem Vorhaben nicht auf den letzten Euro schauen – meistens zahlen sich die 1000 Euro mehr, die ihr in den besten Installateur investiert, am Ende auch aus.

Ein Tipp:

Seid ihr euch unsicher, ob die PV-Anlage wirklich korrekt installiert wurde? Dann nutzt das Angebot von Marc Gerseker von airFX.de. Dieser macht für einen kleinen Preis von 300 Euro Luftbildaufnahmen per Drohne mit radiometrischer Wärmebildkamera von eurer PV-Anlage und kann darüber eventuelle Fehler sofort entdecken. Ihr könnt sofort erkennen, ob eure Anlage funktioniert oder ob sie fehlerhaft installiert wurde. Nutzt dieses Angebot unbedingt auch bei Auffälligkeiten wie einer zu geringen Leistung.

Zusammenfassung:
Prüft euren Installateur vor der Beauftragung auf Herz und Nieren. Je mehr Erfahrung dieser nachweisen kann und je mehr Anlagen er bereits verbaut hat, desto besser. Nehmt euch die Zeit, Bilder seiner Arbeiten anzusehen oder vielleicht sogar eine Anlage aus der Nähe zu betrachten.

Fazit: Diese Fehler solltet ihr bei eurer PV-Anlage vermeiden

Eine gute Planung ist die wichtigste Voraussetzung dafür, dass ihr eure PV-Anlage über die nächsten Jahrzehnte effizient nutzen könnt. Lasst euch nicht von dem einmaligen Aufwand abschrecken, den der Bau einer Solaranlage mit sich bringt, nutzt möglichst die ganze Dachfläche für eure PV-Module aus und entscheidet euch für die richtige Technik. Spart nicht an der Qualität der Module und findet einen Installateur, der euch mit seinen Referenzen und seinem Angebot überzeugen kann.

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FELIX GOLDBACH
05. November 2022
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